Lederglück zum Selbermachen

LEUCHTKRAFT Farbberatung Eigenfarbanalyse Weinheim

Kann man eine gute Schuhcreme selbst herstellen? Mit Inhaltsstoffen aus der Natur? Nichts leichter als das! Vor ein paar Jahren habe ich festgestellt, dass mir die Pflege meiner Lederwaren ein Graus ist. Nicht, dass ich keine Lust darauf hätte, meine schönen Jacken, Schuhe und Handtaschen zu umsorgen. Nein. Der Geruch der künstlichen Cremes und Sprays war mir zuwider. Immerzu hatte ich den Eindruck, ich würde mich mit den Dämpfen vergiften. Außerdem wollte ich die fragwürdigen Substanzen nicht auf meiner empfindlichen Haut haben.

Daraufhin habe ich mich eingehend informiert und angefangen, meine Lederpflege selbst herzustellen. Verblüffenderweise ist das gar nicht so schwer, wenn man nur weiß, wie es geht.

Hier wie auch beim Kochen liebe ich einfache Rezepte mit wenigen Zutaten und einer überschaubaren Anzahl von Verarbeitungsschritten. Bestimmt kann man es komplizierter machen. Das muss man aber nicht. Mit großer Überzeugung und besten praktischen Erfahrungen teile ich das Geheimrezept für mein Lederglück-Balsam mit Ihnen.

MAN NEHME SO MAN HABE…

50 ml Olivenöl (Bio-Laden)

10 gr Bienenwachs (Imker)

40 gr Schafwollfett (Apotheke)

2 breite und flache Cremetigel je 50 ml aus Glas

Geben Sie die Zutaten in ein Wasserbad und haben Sie etwas Geduld bis sie schmelzen. Rühren Sie die Masse ab und an mit einem Holzlöffel um. Füllen Sie die warme Flüssigkeit in die beiden Tigel. Verschließen Sie die Gefäße, wenn die Creme abgekühlt ist. Sie wird dann zu einer Paste, die sich gut verarbeiten lässt.

Mit einem weichen Lappen trägt man die Creme auf die trockenen und zuvor gereinigten Oberflächen auf. Am besten vorab an einer unauffälligen Stelle testen. Ein paar Stunden einziehen lassen und dann bei Bedarf mit einer sanften Bürste polieren. Schauens Sie das Ergebnis ohne Politur an und entscheiden Sie dann, ob der zusätzliche Arbeitsschritt wirklich nötig ist. Ich poliere nur sehr selten.

Sie werden ein Gefühl dafür entwickeln, ob Sie eher eine erbsengroße oder eine etwas größere Portion auftragen wollen. Mehrmals einbalsamieren musste ich noch nie. Eher überschüssiges Pflegemittel mit kreisenden Bewegungen weiträumiger verteilen.

Probieren Sie aus, wie viel Balsam Ihr Leder verträgt und braucht. Das ist wie bei der Hautpflege: Wenn die Oberfläche ausgehungert ist, zieht einiges ein. Andernfalls reicht oft schon eine ganz kleine Menge.

Mit dem Lederglück-Balsam habe ich unter anderem den Ledermantel meines Mannes, der über die Jahre schon einiges an Patina angesetzt hatte, wieder zart und geschmeidig bekommen. Wir waren beide ganz überrascht von dem Resultat!

Wir haben viele Schuhe, Mäntel und Jacken sowie mehrere Handtaschen aus Leder. Häufig sind es Schätzchen, die schon ein Jahrzehnt oder mehr auf dem Buckel haben. Mir reicht dennoch eines der beiden 50 ml Töpfchen etwa ein Jahr lang. Das zweite kann man getrost verschenken. Und so mache ich das in der Regel auch.

Auf diese Weise habe ich natürlich keine Erfahrungen damit gesammelt, wie lange die Creme theoretisch hält. Nach einem Jahr war sie bisher immer noch streichfähig und wohlduftend. Gelagert wird sie bei Zimmertemperatur.

Und wenn sich etwas von der Creme auf meine Hände verirrt? Dann macht das GAR NICHTS. Es sind ja keine bedenklichen Inhaltsstoffe darin enthalten. Alles bio. Alles gut.

Wer übrigens ein Rezept zum Herstellen einer ähnlich unbedenklichen Wildlederpflege hat, möge es mir bitte mitteilen. Für die raue Oberfläche habe ich bisher noch keine Lösung gefunden. Ich freue mich über eine Nachricht von Ihnen. Vielleicht über das Kontakt-Formular.

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